Erasmus in Budapest

Ungarn

Magyarische Hauptstadt an der Donau, mit osmanischen Thermalbädern und legendären Ruin Bars — eines der günstigsten Erasmus-Ziele Europas.

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Über die Stadt

Budapest, Hauptstadt Ungarns und Juwel Mitteleuropas, empfängt jedes Jahr Tausende Erasmus-Studierende, die von ihrem Erbe, dem einzigartigen Nachtleben und den unschlagbaren Lebenshaltungskosten angezogen werden. Die Stadt beherbergt die Eötvös-Loránd-Universität (ELTE), die größte und älteste Universität des Landes, die Budapest University of Technology and Economics (BME) für Ingenieurwesen, die Corvinus-Universität für Wirtschaft, die Semmelweis-Universität für Medizin sowie die renommierte komplett englischsprachige Central European University (CEU).

Die Stadt teilt sich in zwei sehr unterschiedliche Teile, getrennt durch die Donau und verbunden durch sieben Brücken, darunter die mythische Kettenbrücke (Széchenyi lánchíd): Buda, hügelig, ruhig und wohnlich, beherbergt das Königsschloss und den Gellértberg; Pest, flach und urban, vereint Geschäftszentrum, Verwaltung und Nachtleben. Diese Dualität macht den ganzen Charme von Budapest aus, das zu Recht als "Perle der Donau" bezeichnet wird.

Als Erbe der osmanischen Besatzung und außergewöhnlicher geothermischer Quellen sind die Thermalbäder (Széchenyi, Gellért, Rudas) ein integraler Bestandteil des ungarischen Lebensstils. Mit einigen der niedrigsten Lebenshaltungskosten Europas, qualitativ hochwertigen englischsprachigen Programmen und einer pulsierenden Kulturszene ist Budapest eine besonders kluge Erasmus-Wahl.

Lebenshaltungskosten

Miete in der WG

350–500 €/Monat

Monatliches Gesamtbudget

700 €/Monat

Mahlzeit im Restaurant

8 €

Monatsticket

10 €/Monat

Wohnen

Der Mietmarkt in Budapest bleibt im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten sehr erschwinglich und zugänglich. Rechne mit 350 bis 500 € pro Monat für ein Zimmer in einer WG, dazu 50 bis 120 € Nebenkosten (Heizung inklusive, im Winter wichtig). Studios beginnen bei rund 450 € in zentralen Vierteln. Zum Suchen nutzt du Pepe Housing, Erasmus Play, ingatlan.com (den lokalen Marktführer) und die sehr aktiven Facebook-Gruppen "Budapest Erasmus Housing".

Auf der Pest-Seite sind die beliebtesten Studierendenviertel: der VII. Bezirk (Erzsébetváros / jüdisches Viertel), Epizentrum der Ruin Bars und ultrazentral; der V. Bezirk (Belváros), touristisches und administratives Herz; der VI. Bezirk (Terézváros), elegant mit der Andrássy-Allee; der IX. Bezirk (Ferencváros), jung und im Aufschwung rund um Corvinus; der XIII. Bezirk (Újlipótváros), schick am Flussufer.

Auf der Buda-Seite sind die Bezirke I und II ruhig, grün und nahe der Burg, perfekt für alle, die Ruhe suchen. Buche deine Unterkunft idealerweise vor der Ankunft, denn gute Angebote sind zum Semesterbeginn schnell weg, aber Vorsicht vor Betrug auf Facebook: Zahle nie eine Kaution, ohne die Wohnung gesehen oder einen Vertrag unterschrieben zu haben.

Verkehr

Das BKK-Netz (Budapesti Közlekedési Központ) deckt die ganze Stadt ab mit 4 U-Bahn-Linien (M1 bis M4), einem dichten Netz aus Straßenbahnen, Bussen und sogar Fähren auf der Donau. Die Linie M1, eröffnet 1896, ist die älteste auf dem europäischen Kontinent und UNESCO-Welterbe. Die Straßenbahn 4-6 verkehrt 24/7 und verbindet beide Flussufer.

Das Monthly Budapest-pass for students ist eines der besten Angebote Europas: mit einem gültigen EU-Studierendenausweis rechne mit etwa 3.500 HUF, also ~10 € pro Monat für unbegrenzten Zugang zum gesamten Netz. Unschlagbar. Ohne berechtigten Studierendenstatus kostet die Erwachsenen-Monatskarte ~9.500 HUF (~25 €).

Die MOL Bubi-Leihfahrräder ergänzen das Angebot an sonnigen Tagen, und die Stadt eignet sich sehr gut zum Spazierengehen. Der Flughafen Budapest Ferenc Liszt (BUD) ist mit dem Zentrum durch den Bus 100E (Airport Express) in 40 Minuten für 2.200 HUF verbunden.

Studi-Leben

ESN Budapest ist eine der dynamischsten Sektionen Europas mit Partys, Reisen, Sprachtandems und fast täglichen Events. Aber das wahre Juwel Budapests sind die Ruin Bars (romkocsma) im jüdischen Viertel (VII. Bezirk): Bars in alten verlassenen Gebäuden, eingerichtet mit recycelten Objekten, Badewannen, alten Fernsehern und zusammengewürfelten Möbeln. Das legendäre Szimpla Kert (das Original, mit Bauernmarkt sonntags), Instant-Fogas (riesiger Club-Komplex), Mazel Tov und Anker't sind ein Muss.

Die Thermalbäder sind ein unverzichtbares Erlebnis: Széchenyi (das größte, mit dem berühmten Sparty Elektro-Party samstags!), Gellért (Jugendstil), Rudas (osmanisches Erbe mit Panoramablick vom Dach). Beim Essen probiere Gulasch (gulyás), Lángos (gebackener Fladen), Paprikahuhn und Pálinka (traditioneller Obstbrand, der ordentlich einschenkt).

Budapest ist auch eine ideale Reisebasis: Wien (2h30 mit dem Zug), Bratislava (2h), der Balaton (1h30, das "ungarische Meer" im Sommer), Eger (Weinregion des Egri Bikavér, "Stierblut"), Krakau oder Prag mit dem Nachtbus. Die Billiganbieter FlixBus und RegioJet sind deine Freunde.

Behördengänge

Für einen Erasmus-Aufenthalt über 3 Monate müssen EU-Bürger eine Registrierungskarte (regisztrációs igazolás) beim ungarischen Einwanderungsamt (OIF) beantragen. Der Vorgang ist schnell und kostet etwa 1.000 HUF. Nicht-EU-Studierende müssen eine Aufenthaltserlaubnis vor oder bei Ankunft beantragen, mit Nachweisen über Unterkunft, Einschreibung und finanzielle Mittel.

Beantrage deine TAJ-Karte (ungarische Krankenversicherungskarte) kostenlos beim OEP/NEAK: Sie gewährt Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem. Für Kurzaufenthalte reicht die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) aus. Erwäge eine Zusatzversicherung für nicht gedeckte Kosten.

Für die Bank sind OTP Bank, Erste und K&H die wichtigsten lokalen Optionen, aber die meisten Studierenden nutzen Revolut, N26 oder Wise, die den ungarischen Forint (HUF) sehr gut und mit minimalen Gebühren verwalten. Bargeld bleibt in kleinen Läden und auf Märkten nützlich.

Lokale Sprache

Ungarisch (magyar) ist eine uralische Sprache, also völlig fremd zu den indoeuropäischen Sprachen: keine Verwandtschaft mit Deutsch, Englisch oder Französisch. Seine engsten Verwandten sind Finnisch und Estnisch. Die Grammatik (18 Fälle!) und die Aussprache verwirren, aber die Ungarn sind gerührt und dankbar gegenüber jedem, der ein paar Worte versucht.

Gute Nachricht: Englisch wird im Zentrum, an den Universitäten, im Gastgewerbe und im Tourismus weit verbreitet gesprochen. Die Erasmus-Programme an ELTE, BME, Corvinus, Semmelweis und CEU sind komplett auf Englisch. Die Sprachbarriere ist also im Alltag kein Hindernis.

Um Ungarisch zu lernen, bieten das Balassi-Institut (staatlich), die Hungarian Language School Budapest und das Centre for Hungarian Studies der ELTE qualitativ hochwertige Kurse. Ein paar Überlebenswörter: szia (hallo), köszönöm (danke), kérem (bitte), igen / nem (ja / nein), egészségedre (prost, beim Anstoßen — ausgesprochen "egéscheguédre").

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Quellen : https://bkk.hu/en/tickets-and-passes/prices/monthly-budapest-pass-for-students/,https://bkk.hu/en/tickets-and-passes/prices/,https://pepehousing.com/blog/student-accommodation-in-budapest-best-areas-prices-erasmus-tips,https://pepehousing.com/blog/erasmus-housing-in-budapest-find-a-safe-room-before-arrival,https://erasmusplay.com/en/budapest.html,https://dailynewshungary.com/cost-of-living-in-hungary-in-2026-budget/