Erasmus in Edinburgh

Vereinigtes Königreich

Schottische Hauptstadt mit UNESCO-Welterbe, vulkanischer Burg und weltweit bekannten Kunstfestivals. Seit dem Brexit nicht mehr in Erasmus+, aber über bilaterale Abkommen zugänglich.

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Über die Stadt

Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands, besticht durch den eindrucksvollen Kontrast zwischen der mittelalterlichen Old Town mit ihren verwinkelten Gassen und der eleganten georgianischen New Town — beide gemeinsam als UNESCO-Welterbe eingetragen. Das Edinburgh Castle, hoch auf seinem Vulkanfelsen thronend, beherrscht die Stadt, während der Arthur's Seat — ein erloschener Vulkan mitten im Stadtzentrum — spektakuläre Ausblicke bietet, die zu Fuß vom Zentrum aus erreichbar sind.

Akademisch beherbergt die Stadt die University of Edinburgh (weltweit Top 25 in den THE- und QS-Rankings), die Heriot-Watt University, die Edinburgh Napier University und die Queen Margaret University. Im August verwandelt das berühmte Edinburgh Festival (Fringe, International Festival, Book Festival) die Stadt in das größte Kunstereignis der Welt: drei Wochen lang Aufführungen an jeder Straßenecke. Das Klima bleibt das ganze Jahr über feucht und windig — eine robuste Regenjacke ist unverzichtbar.

Wichtig — Brexit-Kontext: Seit Mai 2023 ist das Vereinigte Königreich nicht mehr Teil des Erasmus+-Programms. EU-Studierende kommen heute über bilaterale Austauschabkommen nach Edinburgh (Edinburgh Global Exchange auf UoE-Seite, Turing Scheme auf britischer Seite). Eine Wiederaufnahme in Erasmus+ ist für das akademische Jahr 2027/28 angekündigt.

Lebenshaltungskosten

Miete in der WG

500–700 €/Monat

Monatliches Gesamtbudget

1300 €/Monat

Mahlzeit im Restaurant

17 €

Monatsticket

65 €/Monat

Wohnen

Der Wohnungsmarkt ist extrem angespannt, vor allem im August-September, wenn Semesterbeginn und Festival zusammenfallen. UoE Accommodation Services bieten Wohnheime (Pollock Halls und weitere) mit Vorrang für Austauschstudierende, die frühzeitig ihren Antrag stellen — es ist unerlässlich, sich sofort nach Bestätigung des Austauschs zu bewerben. Für andere Optionen ist SpareRoom.co.uk die britische Referenz für WGs, gefolgt von Rightmove, Zoopla, ESPC (in Edinburgh unverzichtbar) und Citylets.

Rechne mit 500-700 £ pro Monat (rund 575-810 €) für ein Zimmer in einer WG. Klassische Studierendenviertel sind Marchmont (nahe der UoE, sehr studentisch), Newington (zentral und lebendig), Bruntsfield (schick und residenziell), die Old Town (touristisch und teuer), Leith (alternatives Hafenviertel im Aufschwung) und Tollcross (zentral und erschwinglich).

Vorsicht vor Betrug: niemals zahlen, bevor du die Wohnung besichtigt hast (oder über einen Live-Videocall mit einer vertrauenswürdigen Person) und bestehe immer auf einem schriftlichen Vertrag. Betrugsmaschen auf SpareRoom und Facebook Marketplace sind häufig, besonders gegenüber internationalen Studierenden.

Verkehr

Lothian Buses bedient das gesamte Stadtgebiet und wird durch die Edinburgh Trams ergänzt (eine einzige Linie zwischen Princes Street und Flughafen). In Edinburgh gibt es keine U-Bahn. Die Student Ridacard ist das Studierenden-Abo: mit der universitären Immatrikulationskarte vorgelegt kostet sie rund 55 £ pro Monat (~65 €) — gegenüber 64 £ ohne Studierendentarif.

Die Kombination zu Fuß + Bus ist die ideale Formel: das Zentrum ist sehr fußgängerfreundlich und die meisten täglichen Wege werden zu Fuß zurückgelegt. Für Bike-Sharing ist Just Eat Cycles verfügbar, allerdings begrenzt.

ScotRail-Züge fahren von der Waverley Station (Zentrum) und der Haymarket Station nach Glasgow, in die Highlands und in ganz Schottland. Der Flughafen Edinburgh (EDI) ist mit der Straßenbahn (35 min) oder dem Airlink 100-Bus ab Waverley erreichbar.

Studi-Leben

Die Societies (Studierendenclubs der UoE) sind die Säule des sozialen Lebens: über 300 Societies decken jedes erdenkliche Interesse ab (Sport, Kunst, Politik, Kultur, Gastronomie), mit Veranstaltungen praktisch jedes Wochenende. Unverzichtbare Pubs: The Royal Oak, The Last Drop, Sandy Bell's (traditionelle Folk-Sessions), The Cabaret Voltaire (legendärer Club). Whisky-Destillerietouren sind ein eigenständiges kulturelles Erlebnis.

Das Edinburgh Festival Fringe im August ist eine einmalige Erfahrung: drei Wochen Shows überall, komplett verrückte Atmosphäre, die Stadt wird zur riesigen Bühne. Hogmanay (schottisches Neujahr, 31. Dezember bis 1. Januar) ist legendär — Fackelumzüge, Konzerte, Feuerwerk über der Burg. Kulinarische Spezialitäten: Haggis, Fish and Chips, Scotch Broth, Cranachan und die heiß diskutierten Deep-fried Mars Bars.

Für Ausflüge: Loch Ness und die Highlands (3 h mit dem Bus), Glasgow (50 min mit dem Zug, etwa 15 £), St Andrews (1 h 30), Wiege des Golfsports, Stirling (1 h) mit seinem historischen Schloss. Schottland erkundet man am besten mit Zug oder Bus ab Edinburgh — ein außergewöhnliches Spielfeld.

Behördengänge

Wichtig — Brexit: EU-Studierende müssen nun vor Ankunft ein Student visa (route) beantragen für jeden Aufenthalt über 6 Monate. Das Verfahren erfordert ein CAS letter der Universität, die Zahlung des IHS surcharge (Immigration Health Surcharge, ~776 £ pro Jahr) und Visumsgebühren (ab 490 £). Für Aufenthalte unter 6 Monaten genügt ein Standard Visitor visa, allerdings ist keinerlei bezahlte Arbeit erlaubt.

Der Zugang zum NHS (britisches Gesundheitssystem) ist für Inhaber eines Student visa über den IHS abgedeckt. Die europäische EHIC-Karte wird im Vereinigten Königreich nicht mehr akzeptiert (außer wenn du eine britische GHIC besitzt, was für Nicht-UK-Residenten nicht der Fall ist).

Zum Eröffnen eines Bankkontos bieten die großen Banken (HSBC, Lloyds, Barclays, NatWest) Studierendenkonten an — kalkuliere mehrere Wochen für den Vorgang ein. Schnelle und praktische Alternative: Digitalbanken wie Monzo, Starling oder Revolut, die sich in wenigen Minuten per App eröffnen lassen.

Lokale Sprache

Die Sprache ist Englisch, aber mit einem schottischen Akzent, der am Anfang verwirrend sein kann, besonders für jene, die an Standardenglisch gewöhnt sind. Einige typische Wörter: "aye" = ja, "wee" = klein, "ken" = wissen. Das Ohr gewöhnt sich in wenigen Wochen daran.

Es ist ein perfektes Ziel für Deutschsprachige und Europäer, die natives Englisch in einer wohlwollenden Umgebung üben möchten. Zusätzliche Englischkurse sind nicht nötig: die tägliche Immersion reicht völlig aus. Die Studienprogramme sind zu 100 % auf Englisch.

Für einen ersten Kontakt mit schottischem Gälisch (in der Stadt selten, aber auf offizieller Beschilderung präsent) bietet das Edinburgh Council kostenlose Kurse an. Kleiner Tipp: Schotten lieben es, wenn man ein platziertes "thanks a million" oder "cheers" wagt — das wird sofort übernommen.

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Quellen : https://www.accom.ed.ac.uk/our-accommodation,https://www.spareroom.co.uk/flatshare/edinburgh,https://erasmusplay.com/en/edinburgh.html,https://edinburgh-global.ed.ac.uk/study-abroad,https://www.lothianbuses.com/students/,https://transport.ed.ac.uk/public-transport/discounts